Rovinj

Zahlen und TatsachenPic30
Einwohnerzahl: 14’300
Fläche: 80 km2
Amtssprache: Koatisch & Italienisch
Archipel: 22 Inseln
Küstenlänge: 67 km
Unter Naturschutz stehende Fläche: 2289 ha

Insel – Halbinsel
Die Geschichte der Stadt Rovinj begann auf der damaligen Insel Mons Albanus. Die ersten archäologischen Spuren des Lebens stammen aus der Bronzezeit wobei sich der alte Stadtkern im 3. Jahrhundert zu entwickeln begann. Anfang des 18. Jahrhunderts erweiterte sich die Stadt über die Stadtmauern hinaus bis aufs Festland. Der Kanal zwischen der Insel und dem Festland wurde im Jahr 1763 zugeschüttet. Somit fand sich der alte Teil der Stadt auf einer Halbinsel wieder. Die malerische Altstadt ist das Ergebnis der vergangenen Zeit und der fleissigen  Rovinjer Handwerker. Der begrenzte Raum war ausschlaggebend für die verdichtete Bauweise, die engen Gassen und winzigen Plätze. Zur Sehenswürdigkeit dieses Stadtteils gehören auch die charakteristischen Schornsteine. Gerade wegen diesen Besonderheiten wurde die Stadt 1963 zum Kulturdenkmal erklärt.

Die Rovinjer Inseln und Küstengebiete
Die Rovinjer Küste stellt mit ihren 2289 ha geschützten Grundflächen, den 14 Inseln und Inselchen und 6 Riffen eine einzigartige natürliche Umgebung dar. die 67 km lange Küste hat zahlreiche Strände. Die Rovinjer Inseln und der Küstenstreifen gehören zur Kategorie “besondere Landschaften”. Das ist nicht verwunderlich, denn die stark gegliederte Küste, Wälder in denen Mittelmeereichen, Aleppo- und Brutiakiefern wachsen, begeistern jeden Besucher durch ihre Schönheit und Wohlbehaltenheit. Die “besondere Landschaft” erstreckt sich vom Kap der Hl. Johannes bis nach Barbariga und umfasst alle Rovinjer Inseln und Inselchen (etwa 20 Stück) und den Küstenstreifen bis zu einer Tiefe von 500 Meter landeinwärts. Die rote Insel (Crveni otok) mit einer Fläche von 23 Hektar, ist die grösste Insel des Rovinjer Archipels. Hinter ihr befindet sich die wunderschöne Insel Katarina, eine echte Kuriosität in der Pflanzenwelt: Die Botaniker haben da nicht weniger als 456 Pflanzenarten registriert.

Naturpark Goldenes Kap
Der Naturpark Goldenes Kap (Zlatni Rt) gehört zu den schönsten Parkflächen an der kroatischen Adria. Neben den tausend heimischen Pflanzenarten, wie Mittelmeereichen und Aleppokiefern, die da üppig wachsen, wurden auch viele exotische Bäume angepflanzt: Zedern, Pinien und etwa zehn Zypressenarten, die der Landschaft ihren mediterranen Reiz verleihen. Der Naturpark eignet sich wunderbar zum Radfahren,Biken, Wandern oder Walking.

Balbi – Bogen
An der Stelle, wo sich der Bogen heute befindet, stand einst das Stadttor, welches Porton della pescheria genannt wurde. Zwischen 1678 und 1679 wurde das Stadttor abgerissen und mit dem Bau des Balbi-Bogens begonnen. Dies ist ein venezianisches Werk aus Stein. Auf dem Bogen befinden sich zwei Köpfe, ein Kopf an der Aussenseite im türkischen Stil und der andere auf der anderen Seite im venezianischen Stil. Ungefähr ein Jahrhundert später wurde das Bauwerk mit zwei Wappen der Familie Balbi verziert. Zwischen den beiden Wappen ist ein venezianischer Löwe mit einer Steintafel zu sehen. Der Löwe ist einmalig da er ein offenes Buch in der Pfote hält, in dem die folgende Inschrift zu lesen ist: “VICTORIA TIBI MARCE EVANGELISTA MEUS”. Das offene Buch des Löwen steht für die venezianische Vorherrschaft in Rovinj ohne Krieg.
Stadtpalast mit dem alten Rathaus
Wo die Stadtbehörde, der Bürgermeister und die Stadtverwaltung ihren Sitz haben, war einmal ein pretorianischer Palast dessen Grundmauer auf 1308 datiert wurde. In einem Teil des Erdgeschosses befand sich das Gefängnis, während sich auf dem ersten Stock der grosse Saal des Stadtrates, Büros und das Archiv befanden. Das Eingangsportal und Atrium wurden zwischen 1850 und 1860, sowie 1935 renoviert, in demselben Zeitraum als eine Reihe der venezianischen und Rovinjer Familienwappen sowie Stadtwappen platziert wurden.

Festungsmauern und Stadttore
Schon im 7. Jahrhundert war Rovinj von den Festungsmauern umgeben, die später ausgebaut und mit Stadttürmen verstärkt wurden. Die Stadt hatte sieben Eingangstore von denen noch drei erhalten sind: das Tor des Heiligen Benedikt, die Portica und das Tor des Heiligen Kreuzes.

Kirche der Heiligen Euphemia
Der Barockbau im venezianischen Stil, das grösste Denkmal der Stadt, wurde zwischen 1725 und 1736 rekonstruiert. Die Kirche ist von aussen gemessen 51 m lang und 30 m breit. Das mittlere Kirchenschiff ist knapp 18 m hoch und die beiden anderen sind he 10m hoch. An der Stelle an der heute diese imposante Kirche steht, befand sich bis zum 10. Jahrhundert die kleine Kirche des heiligen Georg, der Zusatzpatron dieser Pfarre geblieben ist und dessen Statue sich am Hauptaltar der Pfarrkirche befindet.
Als im Jahr 800 der Sarkophag mit dem Leichnam der christlichen Märtyrerin Euphemia in die Stadt gebracht wurde, pilgerten die Bewohner der umliegenden Ortschaften zum Grab der Hl. Euphemia. Mit dem Bau des Kirchenturms begann man am 3. Dezember 1651 als der erste Stein, nach den Plänen des Architekten Alessandro Monopola, gelegt wurde. Der Kirchturm sollte jenem der Markuskirche in Venedig ähneln.
Der Bau dauerte 26 Jahre. Die grosse kupferne Statue der Hl. Euphemia, das Werk der Brüder Vallani aus Maniago, wurde 1758 an die Spitze des Kirchturms hingestellt. Die kam an Stelle der früheren Holzstatue, die im Jahr 1756 durch den Donnerschlag zerstört wurde. Die Statue wurde so hingestellt, dass sie sich auf dem Kugellager um ihre eigene Achse, in Richtung des Windes dreht. Der Kirchturm wurde im Jahr 1834 gründlich renoviert, da Donnerschläge grosse Schäden angerichtet hatten.

Lim Kanal
Ca. 15 min mit dem Auto von Rovinj, befindet sich an der Westküste Istriens der Lim Kanal. Die Länge des Kanals beträgt 12.8 km. Rechnet man das Tal Limska Draga hinzu, ist der Kanal ca. 35 km. lang. Seit 1964 steht dieses Gebiet unter Naturschutz weil es eine wichtige geomorphologische-hydrogeologische Landschaft darstellt. Seit 1980 ist der Fjord ein besonderes Reservat im Meer. Es handelt sich eigentlich um eine überflutete Flussmündung des kleinen Flusses Pazincica der heute aus der Paziner Höhle bei Pazin entspringt und der einst ins Meer des Lim Kanals mündete.
Der Lim Kanal entstand, als das Meer das ehemalige Flusstal überflutete. Der Name stammt vom lateinischen Wort “limes”, was Grenze bedeutet. Im römischen Reich verlief dort die Grenze zwischen italienischen Provinzen und Dalmatien. Auch diese Landschaft steht unter Naturschutz. Dort wachsen Macchien, Eichen und Zedern. Dieses bunte Vegetationsbild auf einem relativ kleinen, schmalen Raum ist ein einmaliges Phänomen mit einem ganz besonderen ökologischem Wert.

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